Dieses Thema gilt für FRE unter Linux und Windows.
Die Datei LicensingSettings.xml enthält die Schutzeinstellungen von ABBYY FineReader Engine. Diese Datei wird vom Lizenzierungsdienst (erforderlich) benötigt, wenn Sie eine Netzwerklizenz mit beliebiger Schutzart oder eine Standalone-Lizenz mit Online-Schutz verwenden.Die Datei wird bei der Developer- oder Runtime-Installation im automatischen Modus automatisch generiert. Sowohl bei der Netzwerk- als auch bei der Standalone-Installation wird diese Datei an zwei Speicherorten generiert:Linux:
den Ordner Bin sowie
den Ordner CommonBin/Licensing im Installationsordner
Windows:
%CommonProgramFiles(x86)%\ABBYY\SDK\12\Licensing\
<Installationsordner>\Bin64\ (falls verfügbar)
<Installationsordner>\Bin\ (falls verfügbar)
Bei einer manuellen Installation müssen Sie diese Datei erstellen und die korrekten Einstellungen darin angeben. Unter Linux erstellen Sie die Datei in beiden oben aufgeführten Ordnern. Unter Windows erstellen Sie die Datei im Ordner Bin(Bin64).Das XML-Schema der Einstellungen des Lizenzierungsdienstes ist in der Datei LicensingSettings.xsd beschrieben. Sie finden diese Datei im Ordner Inc.
Ändern der Einstellungen des Lizenzierungsdienstes
Die Einstellungen des Lizenzierungsdienstes umfassen zwei Hauptbereiche:
Die Einstellungen des auf dem aktuellen Computer installierten Lizenzierungsdienstes, die im Tag <LocalLicenseServer> festgelegt sind.
Die Verbindungsparameter für den Netzwerkserver, auf dem der Lizenzierungsdienst installiert ist. Diese Parameter werden im Tag <LicensingServers><MainNetworkLicenseServer> festgelegt.
Wenn ABBYY FineReader Engine auf einem lokalen Computer installiert ist, müssen Sie die Einstellungen nur bei Bedarf in <LocalLicenseServer> festlegen. Wenn ABBYY FineReader Engine dagegen in einem Netzwerk verwendet wird, werden die Parameter von <LocalLicenseServer> auf dem Server und die Parameter von <LicensingServers><MainNetworkLicenseServer> auf den Arbeitsstationen festgelegt. Wenn ein Computer sowohl als Server als auch als Arbeitsstation verwendet wird, müssen sowohl die Parameter von <LocalLicenseServer> als auch von <LicensingServers><MainNetworkLicenseServer> festgelegt werden. Ausführliche Informationen finden Sie in den nachstehenden Beschreibungen der Tags.
ProtocolType ist unter Linux Sockets und unter Windows TCP/IP.
Details
| Der Lizenzierungsdienst verwendet standardmäßig Port 3022. Wenn dieser Port auf dem Computer, auf dem der Lizenzierungsdienst installiert ist, geschlossen ist, funktioniert der Lizenzierungsdienst nicht. Geben Sie in diesem Fall im Attribut EndPointName des Tags <LocalLicenseServer> oder <LicensingServers><MainNetworkLicenseServer> einen offenen Port an, zum Beispiel: <LocalLicenseServer> <ConnectionProtocol ProtocolType="TCP/IP" EndPointName="1025"/> </LocalLicenseServer> oder <LicensingServers> <MainNetworkLicenseServer ServerAddress="computername" ProtocolType="TCP/IP" EndPointName="1025"/> </LicensingServers> |
Wenn Sie eine Lizenz aktivieren müssen, während Ihr Computer über einen Proxyserver mit dem Internet verbunden ist, geben Sie die Verbindungsparameter im Tag <ProxyServer> an.Unterstützt werden die Protokolle SOCKS5 und HTTP. Für HTTP können Sie die Basisauthentifizierung oder keine Authentifizierung verwenden, für SOCKS Benutzername/Kennwort oder keine Authentifizierung.Hier ist eine Beispieldatei für die Aktivierung über einen Proxyserver:
Verwenden einer Online-Lizenz mit einem Proxyserver
Eine Online-Lizenz erfordert keine besonderen Einstellungen. Wenn Sie jedoch über einen Proxyserver eine Verbindung herstellen möchten, sollten Sie dessen Parameter im Tag <OnlineLicensing> angeben.Das unterstützte Protokoll ist HTTP; dabei können Sie die Authentifizierungsschemata Anonymous, Basic oder Digest verwenden.Hier ist eine Beispieldatei mit den Proxyserver-Einstellungen für die Online-Lizenzierung:
Standardmäßig speichert ABBYY FineReader Engine die Zusatzinformationen zur Lizenzierung unter %ProgramData%\ABBYY\SDK\12\Licenses. Wenn Sie einen anderen Ordner festlegen möchten, geben Sie das Attribut Path im Tag <LicensesFolder> an. Vollzugriffsberechtigungen für den Ordner mit den Lizenzdaten sind:
für den Ordner auf dem Lizenzserver erforderlich
für den Ordner auf Arbeitsstationen optional
Sie können auch die Funktion InitializeEngine verwenden, um den Ordner für Lizenzdaten neu festzulegen.
Die im Beispiel gezeigten LicenseFolder-Pfade gelten für Windows. Die Linux-Pfade sind /home/user/workstation_logs_folder bzw. /home/user/server_logs_folder.
Details
| Für die Arbeitsstation: <LicensingServers> ... </LicensingServers> <LicensesFolder Path="path_to_workstation_logs_folder"/> Für den Lizenzserver: <LocalLicenseServer> ... </LocalLicenseServer> <LicensesFolder Path="path_to_server_logs_folder"/> |
Einrichten einer redundanten Lizenzserverkonfiguration
Für über das Netzwerk verteilte Lizenzen können Sie eine Zwei-Server-Konfiguration einrichten, bei der einer der Server als Backup für den anderen dient, falls dieser offline geht. Dazu benötigen Sie eine einzelne Network-Runtime-Lizenz eines speziellen Typs mit aktivierter Redundanzunterstützung.
Auf den Servern:
Dieselbe Lizenz muss sowohl auf dem Hauptserver als auch auf dem Backup-Server aktiviert werden.
Jeder Server muss im Tag <LocalLicenseServer><RedundancyNetworkLicenseServer> die Adresse des jeweils anderen Servers angeben.
Auf den Arbeitsstationen:
Alle Arbeitsstationen müssen in den Tags <LicensingServers><MainNetworkLicenseServer> und <LicensingServers><BackupNetworkLicenseServer> die Adressen beider Server angeben.
Während der Nutzung der Lizenz kommunizieren die Arbeitsstationen mit dem Hauptlizenzserver und senden ihm die Lizenzparameter und Nutzungsstatistiken. Der Hauptlizenzserver synchronisiert diese Daten regelmäßig mit dem Backup-Server. Fällt der Hauptlizenzserver aus, übernimmt der Backup-Server die Lizenzverwaltung und speichert weiterhin die von den Arbeitsstationen eingehenden Informationen.Beachten Sie, dass der Backup-Server nach einem bestimmten Timeout keine Lizenzen mehr bereitstellt. Dieser Timeout ist in den internen Lizenzeinstellungen festgelegt und kann zwischen 4 und 5000 Stunden liegen. Um die Verbindung zum Hauptlizenzserver wiederherzustellen, sobald er wieder online ist, starten Sie die Verarbeitung mit Engine neu (deinitialisieren und erneut initialisieren).Fällt der Backup-Lizenzserver aus, während der Hauptserver funktionsfähig ist, arbeitet das System weiter, als gäbe es nur einen Lizenzserver. Sobald der Backup-Server wieder verfügbar ist, wird er mit dem Hauptserver synchronisiert und arbeitet wieder als Backup.So aktualisieren Sie die Lizenz nach ihrem Ablauf auf beiden Servern:
Schalten Sie einen der beiden Server aus.
Aktualisieren Sie die Lizenz auf dem verfügbaren Server.
Schalten Sie den Server mit der aktualisierten Lizenz aus.
Schalten Sie den zuvor ausgeschalteten Server ein.
Aktualisieren Sie die Lizenz auf dem verfügbaren Server.
Stellen Sie die Verbindung zwischen den Servern wieder her, indem Sie beide Server einschalten.
Starten Sie den Lizenzierungsdienst auf beiden Servern neu, um die Lizenzeinstellungen zu aktualisieren.
Nachfolgend finden Sie ein Beispiel für das Einrichten der Redundanz für Arbeitsstationen und Server.
Unter Windows wird das TCP/IP-Protokoll für die Kommunikation zwischen dem Server und den Arbeitsstationen verwendet.
Details
| Für die Arbeitsstation: <LicensingServers> <MainNetworkLicenseServer ServerAddress="mainserver" ProtocolType="TCP/IP" EndPointName="1025"/> <BackupNetworkLicenseServer ServerAddress="backupserver" ProtocolType="TCP/IP" EndPointName="1025"/> </LicensingServers> Für den Hauptlizenzserver: <LocalLicenseServer> <ConnectionProtocol ProtocolType="TCP/IP" EndPointName="1025"/> <RedundancyNetworkLicenseServer ServerAddress="backupserver" ProtocolType="TCP/IP" EndPointName="1025"/> </LocalLicenseServer> Für den Backup-Lizenzserver: <LocalLicenseServer> <ConnectionProtocol ProtocolType="TCP/IP" EndPointName="1025"/> <RedundancyNetworkLicenseServer ServerAddress="mainserver" ProtocolType="TCP/IP" EndPointName="1025"/> </LocalLicenseServer> |
Wenn Sie diese Konfiguration verwenden möchten, stellen Sie bitte sicher, dass Ihre Lizenz sie unterstützt. Wenden Sie sich an Ihren Vertriebsmitarbeiter, um dies zu klären.
Die Parameter des Lizenzierungsdienstes auf demselben Computer.
ConnectionProtocol
Komplexer Typ.
Attribute:
ProtocolType — der Protokolltyp. Für
Linux: immer das Sockets-Protokoll angeben. Für
Windows: LocalInterprocessCommunication,
NamedPipes, TCP/IP oder Sockets.
Unter Windows ist dies ein zusätzlicher Protokolltyp für den lokalen
Lizenzierungsdienst. Für eine Standalone-Installation muss dieses Attribut
nicht angegeben werden, da Standalone-Lizenzen stets mit dem Protokolltyp
LocalInterprocessCommunication verwendet werden.
Timeout — (optional)gibt den Wiederverbindungszeitraum an
Derzeit ist HTTP das einzige unterstützte Protokoll für Verbindungen über einen
Proxyserver. Für dieses Protokoll können folgende Attribute angegeben werden:
ProxyServer — (optional) die Adresse des Proxyservers
und die Verbindungseinstellungen als string ”
protocol://server:port”, wobei die Teilzeichenfolgen
folgende Bedeutung haben:
protocol — das Protokoll für die Verbindung mit dem Proxyserver.
Derzeit ist HTTP der einzige unterstützte Wert.
server — der Name oder die IP-Adresse des Proxyservers.
port — der Verbindungsport.
ProxyAuth — (optional) Authentifizierung an einem Proxyserver als
string “login:password”, wobei die Teilzeichenfolgen
folgende Bedeutung haben:
login — der Benutzername für die Authentifizierung.
password — das Kennwort für die Authentifizierung.
0…1
LocalLicenseServer
Gibt an, ob Online-Lizenzen auf dem Computer verwendet werden können.
RedundancyNetwork LicenseServer
NetworkServerAddress.
Attribute:
ServerAddress — der DNS-Name oder die IP-Adresse eines anderen
Servers in der redundanten Konfiguration.
ProtocolType — der Protokolltyp. Für
Linux: immer das Sockets-Protokoll angeben. Für
Windows: LocalInterprocessCommunication,
NamedPipes, TCP/IP oder Sockets.
Legt die Verbindungseinstellungen zu einem anderen Server sowie die
Synchronisierung mit diesem für jeden Netzwerk-Lizenzserver fest,
der in einer redundanten Zwei-Server-Konfiguration betrieben wird.
LicensingServers
Komplexer Typ.
Elemente:
MainNetworkLicenseServer
BackupNetworkLicenseServer
0…1
LicensingSettings
Die Liste der Netzwerkserver, auf denen der Lizenzierungsdienst installiert ist.
MainNetworkLicense Server
NetworkServerAddress.
Attribute:
ServerAddress — der DNS-Name oder die IP-Adresse des Computers,
auf dem der Lizenzierungsdienst installiert ist.
ProtocolType — der Protokolltyp. Für
Linux : immer das Sockets-Protokoll angeben. Für
Windows: LocalInterprocessCommunication,
NamedPipes, TCP/IP, or Sockets.
Die Verbindungsparameter für den Hauptnetzwerkserver, auf dem
der Licensing Service installiert ist.
BackupNetwork LicenseServer
NetworkServerAddress.
Attributes:
ServerAddress — der DNS-Name oder die IP-Adresse des Computers,
auf dem der Licensing Service installiert ist.
ProtocolType — der Protokolltyp. Für
Linux ist immer das Sockets-Protokoll anzugeben. Für
Windows: LocalInterprocessCommunication,
NamedPipes, TCP/IP oder Sockets.
Die Verbindungsparameter für den Backup-Netzwerk-Lizenzserver.
LicensesFolder
Komplexer Typ.
Attribute:
Path – der Pfad zu einem Ordner mit den Lizenzierungsinformationen.
Standardmäßig “%ProgramData%\ABBYY\SDK\12\Licenses”. Die vollständigen Zugriffsberechtigungen für einen Lizenzdatenordner:
erforderlich für den Ordner auf dem Lizenzserver
optional für den Ordner auf Arbeitsstationen
0…1
LicensingSettings
Gibt an, wo ein Ordner mit ergänzenden Informationen zur Lizenzierung
gespeichert werden soll.
ProxyServer
ProxyServer.
Attribute:
Server — die Adresse des Proxyservers und die Verbindungseinstellungen
als string “protocol://server:port”,
wobei die Teilzeichenfolgen folgende Bedeutung haben:
protocol —
das Protokoll für die Verbindung mit dem Proxyserver: SOCKS5
oder HTTP.
server — der Name oder die IP-Adresse des Proxyservers.
port — der Verbindungsport.
Login — (optional) der Benutzername für die Authentifizierung.
Password — (optional) das Kennwort für die Authentifizierung.
0…1
LicensingSettings
Die Einstellungen für die Internetverbindung über einen Proxyserver, die für
die Lizenzaktivierung erforderlich sind.
Das folgende Beispiel zeigt eine einfache Datei „LicensingSettings.xml“ für eine Standalone-Installation. Unter Windows wird die lokale Interprozesskommunikation verwendet.
Die folgenden Beispiele zeigen einfache LicensingSettings.xml-Dateien für eine Netzwerkinstallation: eine Datei für Arbeitsstationen und eine Datei für einen Server. Der Lizenzierungsdienst befindet sich auf dem Computer mit dem Namen “computername”. Unter Windows wird das TCP/IP-Protokoll für die Kommunikation zwischen dem Server und den Arbeitsstationen verwendet.Für eine Workstation: