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Der Processing Server verteilt die Arbeitslast auf die Processing Stations. Zusammen mit dem Processing Server wird ein Processing Server Monitor installiert, der zur Überwachung des Servers dient. Die eigentliche Dokumentverarbeitung erfolgt auf der Processing Station. Nachdem der Processing Server installiert wurde, sollten Sie ihn konfigurieren: Starten Sie den Server, fügen Sie die Processing Stations hinzu, richten Sie sie ein und starten Sie sie.
Bevor Sie den Processing Server starten, vergewissern Sie sich, dass dem Konto, unter dem der Server ausgeführt wird, die Zugriffsberechtigungen für den Processing Server erteilt wurden ($).
Eine Beschreibung des Einrichtungsvorgangs finden Sie unten.
So starten Sie den Processing Server:
  1. Starten Sie den Processing Server Monitor, indem Sie Start → Alle Programme → ABBYY FlexiCapture 12 Servers → Processing Server auswählen.
  2. Wählen Sie in der Serverstruktur ABBYY FlexiCapture Servers aus, klicken Sie mit der rechten Maustaste darauf und wählen Sie Add Server…
  3. Geben Sie im Dialogfeld Add Processing Server den Serverstandort an (Network host oder Local host).
  4. Wählen Sie Actions → Properties und geben Sie den Pfad zum Application Server an (https://<ApplicationServer>, wobei <ApplicationServer> der Name des Computers ist, auf dem der Application Server installiert ist). Wenn der Processing Server und der Application Server auf demselben Computer installiert sind, geben Sie den Computernamen direkt an, da die Verwendung der IP-Adresse 127.0.0.1 oder des Ausdrucks localhost dazu führt, dass die Processing Stations nicht mehr funktionieren. Hinweis: Starten Sie auf dem Application Server die Administration and Monitoring Console und weisen Sie dem Computer, auf dem der Processing Server installiert ist, die entsprechende Rolle zu.
  5. Klicken Sie auf , um den Application Server zu starten. Hinweis: Der Processing Server kann entweder per hartem oder per „weichem“ Stopp angehalten werden. Wenn Sie den Processing Server beispielsweise für ein Upgrade oder zum Verschieben einer Datenbank anhalten müssen, können Sie den „weichen“ Stopp verwenden. Wählen Sie dazu Actions Stop. In diesem Fall werden alle aktuellen Aufgaben abgeschlossen, danach wird der Processing Server angehalten. Neue Aufgaben werden nicht zur Verarbeitung angenommen. Um den Processing Server sofort anzuhalten, wählen Sie Actions Stop Immediately. In diesem Fall schlagen alle aktuellen Aufgaben fehl.
So richten Sie die Processing Stations ein:
  1. Wählen Sie im Serverbaum Stations aus und klicken Sie auf . Das Dialogfeld Add Stations wird angezeigt. Wählen Sie die gewünschten Stationen aus der Gesamtliste aus. Sie können auch den Computernamen oder seine IP-Adresse angeben. Den Computernamen können Sie auch dann angeben, wenn dynamische IP-Adressen verwendet werden. Verwenden Sie IP-Adressen, wenn beim Zugriff auf das DNS-Netzwerk Probleme auftreten.
  2. Wählen Sie Actions → Properties und geben Sie im Dialogfeld „Station Properties“ die Parameter der Station an:
    • Name - der angezeigte Name der Station;
    • Group - die Gruppe, zu der die Station gehört.
    • Start automatically - dieses Flag bedeutet, dass die Station automatisch vom Processing Server gestartet wird; standardmäßig ist diese Option ausgewählt; Hinweis: Häufige Versuche, zu viele Stationen zu starten, können den Processing Server erheblich verlangsamen
    • Required disk space - der minimale Festplattenspeicher, der für den Betrieb der Processing Stations erforderlich ist; wenn nicht genügend freier Festplattenspeicher vorhanden ist, wird die Station angehalten. Der im Feld angegebene Speicherplatz sollte dreimal so groß sein wie die maximale Größe eines Bildes, das verarbeitet werden kann. Der optimale Wert für den minimalen Festplattenspeicher ist die doppelte Maximalgröße eines Batch, der verarbeitet werden kann;
    • Maximum number of processes - die maximale Anzahl an CPU-Kernen, die für die Aufgabenverarbeitung verwendet werden kann;
    • Allowed number of processes - die zulässige Anzahl an CPU-Kernen für die Aufgabenverarbeitung; dieser Parameter wird anhand Ihrer Hardware- und Lizenzparameter automatisch berechnet und kann nicht geändert werden;
    • Process priority - die Priorität des Prozesses;
    • Acceptable task types - die Aufgabentypen, die von der Station verarbeitet werden können:
      • Import images - Importaufgaben;
      • Recognize pages - Erkennungs- und Export-Preprocessing-Aufgaben;
      • Verification support - Zusammenführen von Ergebnissen aus der doppelten Verifizierung sowie Prä- und Postprocessing-Aufgaben für die Web-Verifizierungsstation;
      • Custom processing - Verarbeitung von Batch- und Dokument-Verarbeitungsskript;
      • Export documents - Dokumentexportaufgaben.
  3. Klicken Sie auf , um die Station manuell zu starten, oder warten Sie, bis die Station automatisch gestartet wird (wenn die Option Start automatically ausgewählt ist, startet die Station innerhalb einer Minute automatisch). Hinweis: Die Processing Station kann durch einen harten oder „weichen“ Stopp angehalten werden. Wenn Sie die Processing Station beispielsweise für ein Upgrade anhalten müssen, können Sie den „weichen“ Stopp verwenden. Wählen Sie dazu Actions Stop. In diesem Fall werden alle aktuellen Aufgaben abgeschlossen und anschließend wird die Processing Station angehalten. Neue Aufgaben werden nicht zur Verarbeitung angenommen. Um die Processing Station hart anzuhalten, wählen Sie Actions Stop Immediately. In diesem Fall schlagen alle aktuellen Aufgaben fehl.
Die Stationen erhalten beim Verbinden mit dem Server vom Processing Server die Berechtigungen zum Verarbeiten von Dokumenten.
Sie können verschiedene Mandanten auf Aufgabenebene voneinander isolieren. Erstellen Sie dazu die erforderlichen Stationsgruppen und weisen Sie dann jedem neu erstellten Mandanten die gewünschte Stationsgruppe zu.So erstellen Sie eine Stationsgruppe:
  1. Wählen Sie im Serverbaum Station groups aus und klicken Sie auf . Dadurch wird das Dialogfeld New Station Group geöffnet.
  2. Geben Sie einen Gruppennamen an und wählen Sie die gewünschten Stationen aus der Gesamtliste aus.
  3. Klicken Sie auf OK.
Die Stationsgruppe wird in der Liste angezeigt, und Sie können sie für Mandanten in Mandanten in Administration and Monitoring Console festlegen.Um den Namen einer Stationsgruppe oder die Liste der Stationen zu ändern, wählen Sie die Stationsgruppe in der Liste aus und klicken Sie im Kontextmenü auf Edit Station Group… Sie können der Stationsgruppe auch eine Station hinzufügen, indem Sie im Dialogfeld Station Properties die gewünschte Gruppe auswählen.
So richten Sie das Processing Server-Protokoll ein:
  1. Öffnen Sie das Dialogfeld Processing Server Monitor Settings, indem Sie File → Settings… auswählen.
  2. Geben Sie an, welche Meldungen protokolliert werden sollen (Fehler, Warnungen, Informationsmeldungen).
  3. Geben Sie an, ob Informationen über abgeschlossene Aufgaben gelöscht werden sollen (Remove completed tasks from the list).
  4. Geben Sie an, bei welchen Meldungen Informationen über die Aufgabe protokolliert werden sollen. Hinweis: Wir empfehlen nicht, die Option Remove completed tasks from the list im normalen Systembetrieb zu deaktivieren, da dies zu einer Ansammlung von Daten führen und den Processing Server Monitor verlangsamen kann. Deaktivieren Sie diese Option nur beim Einrichten und Optimieren des Systems.
  5. Klicken Sie auf , um das Aufgabenprotokoll anzuzeigen. Um ein Aufgabenprotokoll als *.txt-Datei zu speichern, klicken Sie im daraufhin geöffneten Dialogfeld auf die Schaltfläche Export Log…
Um Aufgabendetails anzuzeigen, wählen Sie im Processing Server-Baum Tasks aus. Für jede Aufgabe werden die folgenden Parameter angezeigt: Aufgabenname, Startzeit, Fortschritt, Status, Priorität und Stationsname. Fehlgeschlagene Aufgaben sind mit gekennzeichnet. Wenn das Aufgabenprotokoll außer einer Fehlermeldung auch Informationsmeldungen enthält, ist die Aufgabe mit gekennzeichnet.
Zusätzlich zum regulären Aufgabenverarbeitungsprotokoll können der Processing Server und die Processing Station ein Service-Protokoll führen. Die Mitarbeiter des ABBYY technical support benötigen möglicherweise Informationen aus diesem Protokoll, wenn sie Ihre Supportanfragen bearbeiten. Die Service-Protokollierung verlangsamt weder den Processing Server noch die Processing Station, die in diesem Protokoll enthaltenen Informationen sind jedoch nur für die technischen Supportingenieure von ABBYY nützlich. Daher empfehlen wir nicht, die Service-Protokollierung dauerhaft aktiviert zu lassen. Wenn ein Mitarbeiter des technischen Supports Sie um ein Service-Protokoll bittet, gehen Sie bitte wie folgt vor:
  1. Öffnen Sie je nachdem, welches Protokoll benötigt wird, das Dialogfeld Processing Server Properties (wählen Sie im Kontextmenü des Processing Server Properties aus) oder das Dialogfeld Station Properties (wählen Sie im Kontextmenü der Processing Station Properties aus).
  2. Aktivieren Sie die Option Write processing log und klicken Sie auf OK.
  3. Sobald die Protokolldateien erstellt wurden, finden Sie sie unter %programdata%\ABBYY\FlexiCapture\12.0\FlexiBrSvc\Logs. Senden Sie Kopien dieser Dateien an den ABBYY technical support.
  4. Deaktivieren Sie die Service-Protokollierung, indem Sie die Option Write processing log deaktivieren und auf OK klicken.
Der Processing Server kann über die Befehlszeile bedient werden. Gehen Sie für die Bedienung über die Befehlszeile wie folgt vor:
  • Geben Sie im Windows-Menü Start → Run ‘cmd’ ein und klicken Sie auf OK. Daraufhin wird ein Fenster mit einer Eingabeaufforderung angezeigt;
  • Geben Sie den Pfad zur Datei FlexiBRSvc.exe ein (standardmäßig “C:\Program Files\ABBYY FlexiCapture 12 Servers”);
  • Geben Sie “FlexiBRSvc Please obey” ein, um in den Befehlsmodus zu wechseln. Die Befehle werden in der Form ‘FlexiBRSvc Please ’ eingegeben. Mit diesen Befehlen können Sie eine Station starten oder anhalten, die Stationsliste anzeigen, den Processing Server starten oder anhalten, Stationen hinzufügen oder entfernen, Informationen über eine Station anzeigen sowie Server- und Stationsparameter festlegen;
  • Um die Liste der zulässigen Befehle und weitere Hilfeinformationen anzuzeigen, geben Sie ‘FlexiBRSvc.exe /?’ ein.
Eine ausführlichere Beschreibung aller Befehle finden Sie unter Description of Processing Server commands.