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Die Verifizierungsstation ermöglicht komplexere Prüfungen als die Datenverifizierungsstation. Neben der Verifizierung der Daten kann der Operator an dieser Station problematische Batches oder Dokumente verarbeiten, Zusammenstellungsfehler korrigieren, Datenregeln anwenden und Batches auf Integrität prüfen. Die Verifizierungsstation kann sowohl in einem lokalen Netzwerk als auch in einem Remote-Netzwerk (über das Internet) eingesetzt werden. Weitere Informationen finden Sie unter Remote-Verifizierungsstation. Die Autorisierung kann per Login und Kennwort, über die Windows-Authentifizierung oder über die SSO-Authentifizierung erfolgen (Einzelheiten zur Einrichtung von SSO finden Sie im Abschnitt Single Sign-On-Authentifizierung im System Administrator-Handbuch). Die Verifizierungsstation kann von den folgenden Operatoren verwendet werden: Datenverifizierungsoperatoren, Verifizierungsoperatoren und Senior Verification Operators. Je nachdem, welche Rolle der Operator beim Anmelden an der Station auswählt, sieht er Aufgaben aus unterschiedlichen Warteschlangen und kann diese verarbeiten:
  • Ein Datenverifizierungsoperator kann nur Aufgaben aus der Warteschlange für die Datenverifizierung verarbeiten
  • Ein Verifizierungsoperator kann Aufgaben aus jeder Stufe außer der Exceptions-Stufe und der Exportbestätigungsstufe verarbeiten
  • Ein Senior Verification Operator kann Aufgaben aus jeder Warteschlange verarbeiten. Zusätzlich zur Liste der Warteschlangen kann der Senior Verification Operator auch auf die Liste bestimmter Batches zugreifen (Einzelheiten finden Sie in der Beschreibung unten) sowie auf den Ansichtsmodus für jede Stufe, in dem eine bestimmte Aufgabe aus der Warteschlange ausgewählt werden kann.
Der Administrator kann zusätzliche Verarbeitungsstufen und die entsprechenden Warteschlangen erstellen. Ob ein Operator auf diese Warteschlangen zugreifen kann, hängt von der Rolle des Operators und von den für diese Warteschlangen erforderlichen Berechtigungen ab (diese Berechtigungen werden vom Administrator festgelegt).
Welche Rollen verfügbar sind, hängt von den Zugriffsberechtigungen des Operators ab. Wenn dem Operator nur eine Rolle zur Verfügung steht, wird die Rollenliste nicht angezeigt.

Die folgenden Warteschlangen sind auf der Verifizierungsstation verfügbar:

  • <Any> Diese Warteschlange enthält Aufgaben, die in einer der anderen Warteschlangen erstellt wurden. Welche Warteschlangen einem Operator zur Verfügung stehen, hängt von der Rolle ab, die der Operator bei der Anmeldung an der Station ausgewählt hat. Die Aufgaben werden entsprechend ihrer Priorität übernommen.
  • Datenverifizierung Der Datenverifizierungsprozess beginnt mit der Gruppenverifizierung, gefolgt von der Feldverifizierung. Wenn eine Dokumentdefinition keine Felder enthält, die in die Gruppen- oder Feldverifizierung einbezogen sind, wird das Dokument nicht in die Warteschlange für die Datenverifizierung eingestellt.
  • Dokumentzusammenstellungsprüfung Bei mehrseitigen Dokumenten müssen Dokumentzusammenstellungsfehler unter Umständen korrigiert werden. Regeln für die Dokumentzusammenstellung werden zusammen mit Dokumentdefinitionen erstellt und legen die Reihenfolge der Seiten sowie die Anzahl der Seitenwiederholungen fest. Zusätzlich kann die Dokumentzusammenstellung anhand der Werte wichtiger Felder geprüft werden; in diesem Fall müssen die Werte der wichtigen Felder auf allen Seiten eines Dokuments identisch sein. Wenn sich die Werte unterscheiden, wird eine Fehlermeldung angezeigt und die Werte werden rot hervorgehoben. Zusammenstellungsfehler lassen sich am besten in der Seitenminiaturansicht korrigieren, da sie einen guten Überblick über die Seiten bietet und sofort erkennen lässt, zu welchem Dokument sie gehören.
  • Verifizierung Wenn in den Verarbeitungsparametern keine speziellen Warteschlangen angegeben sind, enthält die Warteschlange Verifizierung alle Aufgaben mit Dokumentzusammenstellungsfehlern, Datenverifizierungsfehlern und Regelfehlern.
  • Batch-Integritätsprüfung Die Regeln, die für Datenintegritätsprüfungen verwendet werden, stellen Verknüpfungen zwischen den Daten in den Dokumenten eines Batchs her.
  • Exportbestätigung Der Datenexport kann manuell oder automatisch gestartet werden. Wenn die Verarbeitungsparameter keine separate Warteschlange für die Exportbestätigung definieren, werden die Dokumente automatisch exportiert. Wenn die Verarbeitungsparameter eine separate Warteschlange für die Exportbestätigung enthalten, muss der Senior Verification Operator zunächst die Dokumente der Aufgabe prüfen; anschließend wird die Aufgabe an die Export-Warteschlange gesendet. Tritt in der Exportstufe ein Fehler auf, werden die Dokumente automatisch an die Warteschlange Exceptions gesendet.
  • Exceptions Problematische Batches oder Dokumente, die von den Operatoren oder Stationen nicht verarbeitet werden konnten, werden an die Warteschlange Exceptions gesendet.
Die Parameter der Dokumentverarbeitung (d. h. separate Warteschlangen) werden für Batch-Typen oder, wenn keine Batch-Typen verwendet werden, für das gesamte Projekt angegeben.
Um eine Aufgabe auszuführen, wählen Sie die gewünschte Warteschlange in der Liste der Warteschlangen aus und klicken Sie auf . Sie können den automatischen Modus zum Abrufen von Aufgaben aktivieren, indem Sie auf oder auf Task → Automatic Task Receive klicken. Auf der Verifizierungsstation ist für Aufgabendokumente eine Vorschau in den Ansichtsmodi Details und Thumbnails verfügbar. In der Ansicht Details werden nur die Dokumente der aktiven Aufgabe angezeigt. Zusätzlich zur Liste der Aufgabenwarteschlangen hat der Senior Verification Operator auch Zugriff auf eine Liste der Batches aus dem Projekt, für die er berechtigt ist. Diese Berechtigungen und andere Operatorberechtigungen können in der Administration and Monitoring Console zugewiesen werden. Um die Liste der Batches anzuzeigen, klicken Sie im Menü View auf Batches oder auf die Batch-Schaltfläche in der Symbolleiste. Im Ansichtsmodus Batches kann der Operator auf Informationen zum Konfidenzwert des Batchs, zur Anzahl der Seiten und Dokumente, zum Batch-Typ usw. zugreifen. Durch Auswählen eines Batchs mit der Maus in der Liste können Sie den ausgewählten Batch an eine beliebige Verarbeitungsstufe senden, die Priorität des Batchs festlegen, einen bestimmten Benutzer für die Verifizierung des Batchs auswählen und einen Kommentar hinzufügen. So können Sie Dokumente, die zu einem Batch gehören, aus verschiedenen Verarbeitungswarteschlangen zusammenführen und an eine Stufe senden. Mit einem Doppelklick können Sie den Batch öffnen, um die Liste der Dokumente durchzusehen, Daten zu verifizieren, mögliche Regel- und Zusammenstellungsfehler zu korrigieren usw. Durch Auswählen eines oder mehrerer Dokumente mit der Maus können Sie die ausgewählten Dokumente an eine Verarbeitungsstufe senden und dafür eine separate Aufgabe erstellen. Um ausgewählte Dokumente zum Senden an Exceptions, Rescanning oder an eine beliebige Verarbeitungsstufe zu markieren, wählen Sie den entsprechenden Eintrag im Menü Task oder im lokalen Menü des Dokuments aus. In dem Dialogfeld, das geöffnet wird, können Sie Ihren Kommentar eingeben oder einen Kommentar aus der Liste Recent Comments auswählen. Sie können aus den 10 zuletzt verwendeten Kommentaren zu den gesendeten Aufgaben wählen. Wenn Sie den Text eines Kommentars aus der Liste bearbeiten möchten, wählen Sie den gewünschten Kommentar aus, klicken Sie auf OK und bearbeiten Sie den Kommentartext im Eingabefeld. Wenn sich ein selten verwendeter Kommentar in der Liste befindet, können Sie ihn löschen. Die Liste der Kommentare wird im Registrierungszweig gespeichert [HKCU\Software\ABBYY\FlexiCapture\12.0\Shell\Stages\RecentStageCommentList] Kommentare in der Zeichenfolge werden durch ein Komma getrennt. Wenn der Kommentartext ein Komma enthält, wird das Komma als ”/,” geschrieben. Das Symbol für einen Zeilenumbruch ”/” wird als ”//” geschrieben. Ein mehrzeiliger Kommentar wird als eine einzelne, durch Leerzeichen getrennte Zeile angezeigt. Im Kommentartext können beliebige Zeichen verwendet werden. Somit verwenden verschiedene FlexiCapture-Benutzer, die in der lokalen Verifizierungsstation innerhalb derselben Windows-Benutzersitzung arbeiten, dieselbe Liste. Für Dokumente, die zum erneuten Scannen gesendet werden, können Sie auch den Operator angeben, dem die Aufgabe zugewiesen wird. Standardmäßig ist der Operator ausgewählt, der das Dokument gescannt hat. Wenn dieser Operator nicht über die erforderlichen Berechtigungen verfügt oder Bilder aus einem Hot Folder importiert wurden, wird der Benutzer ‘Any’ als Scanning Operator festgelegt. Sobald die Aufgabe geschlossen wird, werden die zum Senden markierten Dokumente an die entsprechenden Verarbeitungsstufen gesendet.
Wenn Sie Batches an Stufen senden, stellen Sie sicher, dass die Dokumente des Batch nicht bereits zu erstellten Aufgaben gehören, da andernfalls leere Aufgaben erstellt werden. Ob ein Dokument zu einer Aufgabe gehört, können Sie in der Spalte „Task ID“ prüfen.