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Dieser Artikel beschreibt die Reihenfolge, in der FlexiLayouts mit Dokumenten gematcht werden, und wie Feldregionen ausgewählt werden. FCFORINVOICES kann beim Matching der Document Definition mehrere Arten von FlexiLayouts verwenden:
  1. generisches FlexiLayout, das zur Verarbeitung aller Rechnungen verwendet wird und selbst zwei Untertypen von FlexiLayout umfassen kann:
a. ein Haupt-FlexiLayout, das zum Erkennen der standardmäßigen vordefinierten Rechnungsfelder verwendet wird (dieses FlexiLayout wird zusammen mit FCFORINVOICES bereitgestellt und kann nicht geändert werden); b. ein zusätzliches FlexiLayout, das zum Erkennen benutzerdefinierter Felder und standardmäßiger Rechnungsfelder verwendet wird, deren Erkennungslogik geändert wurde (dieses FlexiLayout wird vom Benutzer erstellt).
  1. FlexiLayout-Varianten, die zur Verarbeitung von Rechnungen bestimmter Vendors verwendet werden. FlexiLayout-Varianten können zum Erkennen beliebiger Felder verwendet werden, die in der jeweiligen Document Definition definiert sind. Sie können vom Benutzer erstellt oder von FCFORINVOICES generiert werden, wenn es mit Rechnungen bestimmter Vendors trainiert wird.
Nach dem Matching der Document Definition mit einer Rechnung erhält das Programm eine Menge von Feldregionen, die aus den verschiedenen in der Document Definition enthaltenen FlexiLayouts stammen.

1. Matching eines generischen FlexiLayouts

A. Zunächst wendet das Programm das Haupt-FlexiLayout an.

Vorerkennungsparameter

Ein Rechnungsbild wird anhand der in der Document Definition angegebenen Parameter einer Vorerkennung unterzogen.

  • Die Sprachen werden unter Länder und Sprachen auf der Registerkarte „Document Definition Settings“) des Dialogfelds Eigenschaften der Document Definition angegeben.
    • Der Vorerkennungsmodus (Schnell/ Ausgewogen/ Normal/ Präzise) wird auf der Registerkarte FlexiLayout des Dialogfelds Eigenschaften der Document Definition angegeben.

Ergebnisse nach Anwendung des Haupt-FlexiLayout

Durch die Anwendung des Haupt-FlexiLayout erhält das Programm:
  • die ID des Vendor und die ID des Geschäftsbereichs, sofern erkannt
    • die Regionen der Standardfelder. (Siehe Erfasste Felder für Einzelheiten.)
B. Als Nächstes wendet das Programm das zusätzliche FlexiLayout an, sofern es im generischen FlexiLayout verfügbar ist.

Vorerkennungsparameter

Das Rechnungsbild wird anhand der in FlexiLayout angegebenen Vorerkennungsparameter (d. h. der Sprachen und des Vorerkennungsmodus) vorerkannt. Wir empfehlen, im zusätzlichen FlexiLayout dieselben Vorerkennungsparameter wie in der Document Definition anzugeben. In diesem Fall verwendet das Programm das in Schritt 1A erhaltene Vorerkennungsergebnis, anstatt die Rechnung zweimal vorzuerkennen. Wenn Ihre Rechnungen ungewöhnliche Felder enthalten, können Sie im zusätzlichen FlexiLayout Vorerkennungsparameter angeben, die von denen der Document Definition abweichen. Dies verlangsamt jedoch die Verarbeitung.

Ergebnisse durch Anwenden des zusätzlichen FlexiLayouts

Durch das Anwenden des zusätzlichen FlexiLayouts erhält das Programm die Regionen aller im zusätzlichen FlexiLayout definierten Felder. Dabei kann es sich entweder um Standardfelder einer Rechnung handeln, deren Erkennungslogik geändert werden musste, oder um zusätzliche Felder, die im Haupt-FlexiLayout nicht definiert sind. C. Als Nächstes erzeugt das Programm das Gesamtergebnis aus der Anwendung des generischen FlexiLayouts. Wenn die Document Definition ein zusätzliches FlexiLayout enthält, führt das Programm in diesem Schritt die Ergebnisse aus der Anwendung des Haupt-FlexiLayouts und des zusätzlichen FlexiLayouts zusammen. Die Felder werden anhand ihrer Namen identifiziert. Das Ergebnis ist eine Sammlung eindeutiger Felder, die aus dem Haupt- und dem zusätzlichen FlexiLayout abgeleitet sind. Wenn es im Haupt- und im zusätzlichen FlexiLayout Felder mit identischen Namen gibt, verwendet das Programm die Feldregion, die durch Anwenden des zusätzlichen FlexiLayouts ermittelt wurde. Mit diesem Ansatz können Sie neue Felder definieren oder die Erfassungslogik für beliebige Standardfelder einer Rechnung ändern.

2. Anwendung von FlexiLayout-Varianten

Wenn das Programm durch Anwendung des generischen FlexiLayout in Schritt 1 den Vendor erkannt hat und es für diesen Vendor eine FlexiLayout-Variante gibt, wird diese FlexiLayout-Variante in diesem Schritt angewendet.

Vorerkennungsparameter

Es werden die Vorerkennungsparameter aus der Document Definition verwendet. Das sind dieselben Vorerkennungsparameter, die beim Matching des im generischen FlexiLayout enthaltenen Haupt-FlexiLayouts verwendet wurden. Daher ist keine zusätzliche Vorerkennung erforderlich.

Ergebnisse des Matchings der FlexiLayout-Variante

Nach dem Matching der FlexiLayout-Variante mit der Rechnung erhält das Programm die Regionen aller Felder, die in der FlexiLayout-Variante für diesen spezifischen Vendor definiert sind. Beachten Sie, dass eine FlexiLayout-Variante, die durch Training des Programms mit einer Vielzahl von Rechnungen gewonnen wird, alle in der Document Definition definierten Felder enthält. Wird eine FlexiLayout-Variante dagegen manuell erstellt, sollten in der Variante nur die Felder verbleiben, deren Erkennung einige für den betreffenden Vendor spezifische Aktionen erfordert.

3. Zusammenführen der Ergebnisse

In diesem Schritt werden die Ergebnisse aus dem Matching des generischen FlexiLayout mit den Ergebnissen aus dem Matching der FlexiLayout-Variante zusammengeführt. Wenn die FlexiLayout-Variante durch Training des Programms mit verschiedenen Rechnungen erstellt wurde, enthält sie alle in der Document Definition definierten Felder. Die Document Definition speichert Informationen über die Felder, deren Regionen während des Trainings vom Benutzer geändert werden mussten, d. h. über die Felder, die vom generischen FlexiLayout nicht gut erkannt wurden. Auf diese Informationen greift das Programm zurück, wenn es entscheidet, welche Feldregionen aus dem generischen FlexiLayout und welche aus der FlexiLayout-Variante übernommen werden sollen, die mit Rechnungen dieses bestimmten Vendors trainiert wurde.
Die Regionen der Amount-Felder werden anders ausgewählt. Bei Anwendung des generischen FlexiLayout gibt das Programm den Konfidenzwert an, mit dem die Regionen der Amount-Felder erkannt wurden. Wenn die Regionen unzuverlässig erkannt werden, muss das Feld Total verifiziert werden. Wenn eine FlexiLayout-Variante vorhanden ist, die mit Rechnungen des angegebenen Vendors trainiert wurde, und wenn das generische FlexiLayout die Amount-Felder nicht mit einem ausreichenden Konfidenzwert oder überhaupt nicht erkennt, werden die von der FlexiLayout-Variante erkannten Regionen der Amount-Felder verwendet. Sie können das Programm auch so konfigurieren, dass immer die von der FlexiLayout-Variante erkannten Regionen der Amount-Felder verwendet werden. Legen Sie dazu den Wert des Registrierungsschlüssels [HKEY_CURRENT_USER\Software\ABBYY\FlexiCapture\12.0\DAForms]„UseTrainedInvoiceAmounts“ auf true fest (standardmäßig ist der Schlüssel auf false gesetzt).
Wenn die FlexiLayout-Variante manuell erstellt wurde, verwendet das Programm die Regionen aller Felder, die in der FlexiLayout-Variante enthalten sind. Die Regionen der übrigen Felder werden aus den Ergebnissen übernommen, die durch Matching des generischen FlexiLayout ermittelt wurden. Informationen darüber, welches FlexiLayout zum Erkennen der Region eines Felds verwendet wurde, werden im Erkennungsprotokoll aufgezeichnet.
Betrachten wir einige der in der Document Definition definierten Felder.Nehmen wir zwei Standardfelder für Rechnungen, InvoiceDate und InvoiceNumber, sowie zwei benutzerdefinierte Felder, CustomFieldA und CustomFieldB.
  • InvoiceDate und InvoiceNumber sind Standardfelder, und der Erkennungsalgorithmus für diese Felder ist im Haupt-FlexiLayout angegeben, das im generischen FlexiLayout enthalten ist.
  • CustomFieldA und CustomFieldB sind benutzerdefinierte Felder, und die Erkennungsalgorithmen für diese Felder sind im zusätzlichen FlexiLayout angegeben, das im generischen FlexiLayout enthalten ist.
Angenommen, der Operator ist mit der Erkennungsqualität der Felder InvoiceDate und CustomFieldB auf Rechnungen eines bestimmten Vendors nicht zufrieden und trainiert das Programm mit Rechnungen dieses Vendors.Die Feldregionen für Rechnungen dieses Vendors werden wie folgt zusammengeführt:
  • InvoiceNumber - Diese Region stammt aus den Ergebnissen des Haupt-FlexiLayout
  • CustomFieldA - Diese Region stammt aus den Ergebnissen des zusätzlichen FlexiLayout
  • InvoiceDate und CustomFieldB - Diese Regionen stammen aus den Ergebnissen der FlexiLayout-Variante, die durch Training des Programms mit Rechnungen dieses Vendors erzeugt wurde.
Bei Rechnungen anderer Vendors werden die Feldregionen wie folgt zusammengeführt:
  • InvoiceDate und InvoiceNumber - Diese Regionen stammen aus den Ergebnissen des Haupt-FlexiLayout.
  • CustomFieldA und CustomFieldB - Diese Regionen stammen aus den Ergebnissen des zusätzlichen FlexiLayout.